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Achtung: Gewerbesteuerfalle in der Gemeinschaftspraxis

Ein Gesellschafter einer Gemeinschaftspraxis ist nur dann steuerlich als Mitunternehmer, wenn er am Gewinn- und Verlustrisiko beteiligt ist. Ansonsten sind alle die von ihm erzielten Umsätze gewerbliche Einnahmen und damit gewerbesteuerpflichtig.
Im vorliegenden Fall hatten zwei Ärzte eine Kollegin in ihre Gemeinschaftspraxis aufgenommen. Es war vereinbart, dass sich jeder selbst versichere, die Geschäftsführung aber von allen drei Partnerinnen gemeinsam ausgeübt werden soll. Die neue Ärztin wurde nicht an der Praxis beteiligt, sie erhielt aber die Option, zu einem späteren Zeitpunkt Anteile zu erwerben. Davon machte diese keinen Gebrauch.

Bei einer Betriebsprüfung wurde festgestellt, dass die Ärztin nicht an den wirtschaftlichen Risiken der Gemeinschaftspraxis beteiligt ist, sondern die anderen beiden Ärzte alleinige Gesellschafter sind. Damit galten alle Umsätze, die nicht auf der Tätigkeit der zwei Ärzte beruhten, als gewerbliche Einkünfte. Das Finanzgericht entschied, dass die Umsätze einer Gemeinschaftspraxis nicht insgesamt als Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit behandelt werden können. Die Ärztin sei zwar “zivilrechtliche Gesellschafterin nicht aber steuerrechtliche Mitunternehmerin”. Sie habe keinen Anteil am Erfolg oder Misserfolg der Praxis und sei nicht an der Entwicklung des Betriebsvermögens und der stillen Reserven beteiligt (vgl. FG Düsseldorf, Urteil vom 19.09.2013, Az. 11 K 3969 G und 11 K 3968/11).

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