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Verordnung von Krankengymnastik ohne Röntgenaufnahme trotz Anzeichen einer ECF-Erkrankung stellt groben Behandlungsfehler dar

Bestehen bei einer 13-jährigen ausreichende Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Epiphysiolysis capitis femoris („ECF“) im Hüftgelenk, ist nach den Regeln der ärztlichen Kunst spätestens bei gesichertem Ausschluss einer anderen Erkrankung die Anfertigung eines Röntgenbild zwingend erforderlich. Dies gilt insbesondere, wenn die Betroffene von großer Körperstatur mit leichter Adipositas ist, denn die ECF-Erkrankung betrifft typischerweise Kinder dieser Altersgruppe, die sich in einem Wachstumsschub befinden. Unterlässt der behandelnde Arzt dies, muss von einem Befunderhebungsfehler ausgegangen werden. Verordnet der Arzt stattdessen eine krankengymnastische Mobilisation, stellt dies darüber hinaus noch einen groben Behandlungsfehler dar. Erfolgt aufgrund dieser fehlerhaften Behandlungsschritte die erforderliche Operation der ECF erst verzögert, haften die beteiligten Ärzte für die damit verbundenen Spätfolgen (vgl. u.a. LG Köln, 17.04.2012, 3 O 467/09).

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