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Fußgänger muss bei Heraustreten aus einem Hofeingang nicht mit Radfahrer rechnen

Tritt ein Fußgänger aus einem Hofeingang auf einen gemeinsamen Geh- und Radweg, muss er nicht mit einem nah an der Fassade entlangfahrenden Radfahrer rechnen. Er haftet deshalb nicht für Schäden, die durch eine Kollision in dieser Situation entstehen. Bei einem gemeinsamen Fuß- und Radweg treffen den Radfahrer höhere Sorgfaltspflichten als den Fußgänger. Diese können ihn zur Herstellung von Blickkontakt, Verständigung und notfalls Schrittgeschwindigkeit zwingen. Fußgänger dürfen darauf vertrauen, dass Radfahrer rechtzeitig durch Glockenzeichen auf sich aufmerksam machen, um dann aber eine Passage freizugeben. Radfahrer haben demnach die Belange der Fußgänger auf solchen Wegen besonders zu berücksichtigen und insbesondere bei unklaren Verkehrslagen gegebenenfalls Schrittgeschwindigkeit zu fahren, um ein sofortiges Anhalten zu ermöglichen (vgl. OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 9.10.2012, Az.:  22 U 10/11 so auch: OLG München, Urteil vom 5.10.2012, Az.: 10 U 1869/12).

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