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Anwendbarkeit des Reisevertragsrechts auf Bereitstellung einer Ferienunterkunft im Ausland

Bei Ansprüchen aus dem Vertrag eines Reiseveranstalters mit einem privaten Kunden über die zeitweise Überlassung eines Ferienhauses, das in einem anderen Vertragsstaat belegen ist und einem Dritten gehört, unterfällt der Rechtsstreit nicht der ausschließlichen Zuständigkeit des Art. 22 Nr. 1 Brüssel-I-VO. Materiell-rechtlich sind auf Verträge, die auf die Bereitstellung einer Ferienunterkunft als alleinige Reiseleistung gerichtet sind, die Vorschriften des (deutschen) Reisevertragsrechts insgesamt entsprechend anwendbar. Von daher können die Kunden bei groben Mängeln des Ferienhauses und erfolgter Vertragskündigung die Rückzahlung des Mietpreises sowie die Erstattung nutzloser Aufwendungen für die An- und Abreise und eine Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit verlangen (vgl. BGH, Urteil vom 23.10.2012,Az.: X ZR 157/11).

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