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Zum Thema ärztliche Dokumentation: Elektronisch geführter Patientenkartei kann grundsätzlich Glauben geschenkt werden

Einer formell und materiell ordnungsgemäßen Dokumentation (hier: eine elektronisch geführte Patientenkartei) kann nach Ansicht des OLG Naumburg bis zum Beweis des Gegenteils Glauben geschenkt werden.

Um die Vollständigkeit der Dokumentation zu erschüttern, müssen konkret erkennbare Anhaltspunkte vorliegen, z. B. das Vorliegen nachträglicher Änderungen oder eine Fertigung erst mit langem zeitlichem Abstand. Der Beweiswert einer ärztlichen Behandlungsdokumentation wird nicht dadurch gemindert, dass ein EDV-Programm verwendet wird, das nicht gegen nachträgliche Veränderbarkeit gesichert ist, wenn der beklagte Arzt plausibel darlegen kann, dass seine Eintragung richtig ist, und sie aus medizinischen Gesichtspunkten schlüssig erscheint.

Es stellt sich nur die Frage, wie diese nachträgliche Eintragung nachweisbar werden soll, wenn keine Sicherung gegen nachträgliches Verändern vorhanden ist. Bei handschriftlich geführter Dokumentation lässt sich dieser Nachweis zumindest teilweise führen. Wir sind gespannt, wie das andere Oberlandesgerichte sehen werden.

 

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