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Vortrag über Entscheidung der Mutter bei entsprechender Aufklärung für die Cerclage ist kein Einwand eines hypothetischen Kausalverlaufs bei rechtmäßigem Alternativverhalten

In den Fällen, in denen aus einem Aufklärungsversäumnis des Arztes Schadensersatzansprüche hergeleitet werden, trifft die Behauptungs- und Beweislast für die ordnungsgemäße Aufklärung den Arzt.

Der Patient trägt hingegen die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass die Schadensfolge, für die er Ersatz verlangt, auch wirklich durch den eigenmächtigen Eingriff des Arztes verursacht worden ist und nicht auf anderes zurückgeht.

Insoweit ist dem Vortrag des bei der Geburt Geschädigten nachzugehen, „dass bei Durchführung der Cerclage, in die seine Mutter bei pflichtgemäßer Aufklärung eingewilligt hätte, die extreme Frühgeburt und die damit verbundenen gravierenden Gesundheitsschäden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verhindert worden wäre“. Hierbei handelt es sich nicht um die Behauptung eines hypothetischen Kausalverlaufs bei rechtmäßigem Alternativverhalten, sondern um Darlegungen des Geschädigten zur Kausalität (vgl. BGH, Urteil vom 07.02.2012 (VI ZR 63/11) – Jurion-ID: 4K1701087).

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