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Vor Kontrastmittelinjektion zur Durchführung einer Thorax – CT muss Patient durch den behandelnden Arzt auf eine mögliche Paravasation hingewiesen werden

Vor einer Kontrastmittelinjektion zur Durchführung einer Thorax – CT muss der Arzt zwar nicht über die Gefahr eines Kompartment-Syndroms aufklären, aber er muss auf eine mögliche Paravasation hinweisen. Ein diesbezüglicher Aufklärungsmangel ist jedoch konkret ohne Gewicht, wenn der Patient nach einer entsprechenden Aufklärung gleichwohl in die Injektion eingewilligt hätte (hypothetische Einwilligung). Eine solche Feststellung bedarf um verbindlich zu sein der vorherigen Auseinandersetzung mit den Umständen des Einzelfalls und kann grundsätzlich nicht ohne Anhörung des Patienten getroffen werden. Es muss greifbare Anhaltspunkte dafür geben, dass der Patient dem Eingriff auch in Kenntnis des aufklärungsbedürftigen Risikos zugestimmt hätte. Daran fehlt es, wenn er plausibel macht, bei hinlänglicher Aufklärung einem Interessenkonflikt ausgesetzt gewesen zu sein, der ihn gehindert hätte, den konkreten Eingriff zu akzeptieren (vgl. u.a. OLG Koblenz, Urteil vom 24.08.2011 (5 U 338/11) – Jurion-ID: 4K891097

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