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Über Befunderhebungsfehler darf nur nach Einholung eines Sachverständigengutachtens entschieden werden

Ein Gericht verfügt nicht über die notwendige Sachkunde, um zu beurteilen, ob es dem maßgeblichen ärztlichen Standard entsprochen hätte, die Gynäkomastie als Symptom und nicht als Ursache von Beschwerden zu erkennen, und ob nicht schon deshalb der Arzt verpflichtet gewesen wäre, eine Blutuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen oder zumindest den Patienten an einen Urologen zu verweisen. Es darf nur über die im medizinischem Gebiet liegenden Fragen, insbesondere die behaupteten Befunderhebungsfehler, entschieden werden mit Vernehmung der Zeugen und ggf. auch Anhörung der Parteien zum Verlauf und Inhalt des Behandlungsgesprächs und nicht ohne Einholung eines Sachverständigengutachtens zu den ärztlichen Pflichten des Anspruchsgegners (vgl. OLG Koblenz, Beschluss vom 26.09.2011 (5 W 537/11) – Jurion-ID: 4K3451098).

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