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Ständige und nachhaltige Verluste sprechen gegen Gewinnerzielungsabsicht einer Kanzlei

Bei einer Anwaltskanzlei entfällt ein für die Gewinnerzielungsabsicht sprechender Anscheinsbeweis bereits dann, wenn die ernsthafte Möglichkeit besteht, dass im konkreten Einzelfall nicht das Streben nach einem Totalgewinn, sondern persönliche Beweggründe des Steuerpflichtigen für die Fortführung des verlustbringenden Unternehmens bestimmend waren. Persönliche Gründe sind alle einkommensteuerrechtlich unbeachtlichen Motive. Die Rechtsprechung hat dazu – gerade auch im Fall einer Rechtsanwaltskanzlei – im Wesentlichen zwei zu würdigende Umstände entwickelt:

Gegen eine Gewinnerzielungsabsicht spricht es, wenn der Anwalt es trotz ständiger und nachhaltiger Verluste (hier: zehn Jahre) unterlässt, Maßnahmen zur Herstellung und Steigerung der Rentabilität der Kanzlei zu ergreifen. Als Indiz gegen eine Gewinnerzielungsabsicht spricht auch, wenn der Rechtsanawalt aus den von ihm erklärten Verlusten steuerliche Vorteile ziehen würde, z.B. durch Verrechnung Wege der Zusammenveranlagung (vgl. FG Münster, Urteil vom 14.12.2011 (7 K 3913/09 E)).

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