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Rechtsanwalt kann keine Zahlung von Krankentagegeld aufgrund schlaganfallbedingter Lesestörung verlangen

Ein Rechtsanwalt hat keinen Anspruch auf Zahlung von Krankentagegeld, wenn er als Folge eines leichten Schlaganfalls an einer Lesestörung (Dyslexie) leidet. Dies gilt auch für den Fall, dass das Lesen von Schriftsätzen mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden ist und der Anwalt innerhalb einer Arbeitswoche möglicherweise nur ein oder zwei Mandate bearbeiten kann. Denn hinsichtlich der Anwaltstätigkeit ist er grundsätzlich auch zu Teilleistungen in der Lage, sodass mithin nicht bedingungsgemäß von vollständiger Erwerbsunfähigkeit ausgegangen werden kann.

 

Zu beachten sind die Vertragsbedingungen in der Krankentagegeldversicherung. Hier besteht bedingungsgemäße Arbeitsunfähigkeit nur bei vollständiger Arbeitsunfähigkeit. Bereits der Wiedereintritt auch nur teilweiser Arbeitsfähigkeit lässt die Leistungspflicht des Versicherers vollständig entfallen (vgl. OLG Celle, Urteil vom 24.11.2011 (8 U 173/11)).

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