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Klinik und Krankenhausärzte können für Auftreten eines Dekubitusdruckgeschwürs bei einem Krankenhauspatienten haften

Auch ein häufiges Streitthema in der täglichen Praxis hat mit dieser Entscheidung mehr endlich Klarheit erfahren. Wurde ein Patient in einer Klinik von dem dortigen Chefarzt, der für ihn zuständigen Oberärztin und dem zuständigen Stationsarzt behandelt, so können diese dem Patienten gegenüber für das Auftreten eines Dekubitusgeschwürs, das in der Klinik beim Patienten entstanden ist, auf Schmerzensgeld (hier: in Höhe von 20.000 Euro) haften. Die Entscheidung über das, was zu tun ist, darf bei Dekubitus- Risikopatienten nicht allein dem Pflegepersonal überlassen werden darf.

Notwendig sind vielmehr ärztliche Anordnungen und Anweisungen zu den zur Vermeidung von Druckgeschwüren durchzuführenden Pflegemaßnahmen und deren Überwachung. Dies ist auch zu dokumentieren. Das Auftreten von schwerwiegenden Dekubiti ist zudem bei Hochrisikopatienten immer vermeidbar, sei es durch häufige Umlagerungen, sei es durch Eincremen oder/und durch Einsatz von Spezialbetten und Kissen (vgl. LG Bonn, Urteil vom 23.12.2011 (9 O 364/08) – Jurion-ID: 4K401086).

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