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Keine Pflicht des Arztes zur Durchführung mikrobiologischer Wunduntersuchung ohne Verdacht auf Infektion

Das OLG München hat in seinem Urteil vom 14.06.2012 -Aktenzeichen: 1 U 4791/11 – entschieden, dass der behandelnde Arzt nicht aufgrund verspäteten Erkennens einer Infektion nach einer Hüftoperation haftet, wenn keine Anhaltspunkte vorlagen, dass die Wunde offen oder noch nicht vollständig geschlossen war und dies durch den Verlegungsbericht gestützt wird.

In einem solchen Fall besteht auch nicht die Pflicht des Arztes eine mikrobiologische Untersuchung durchzuführen. Grundsätzlich ist eine solche in Arztpraxen nur üblich und geboten, wenn ein Verdacht auf eine Infektion besteht. Davon kann insbesondere nicht ausgegangen werden, soweit der am nächsten Tag erhobene CRP-Wert rückläufig ist.

Mit diesem Urteil wird wieder die Wichtigkeit einer ausreichenden Dokumentation deutlich, weil sich in dem zu entscheidenden Fall gerade in der Dokumentation sich keine Anhaltspunkte ergeben hatten, dass die Wunde offen oder noch nicht vollständig geschlossen war.

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