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Keine Haftung des Arztes bei fehlender Feststellbarkeit objektiv falscher Erst- und Zweitdiagnose

Ein haftungsrelevantes ärztliches Fehlverhalten kann zwar gegeben sein, wenn der behandelnde Arzt ohne vorwerfbare Fehlinterpretation von Befunden eine objektiv unrichtige Diagnose stellt und diese darauf beruht, dass der Arzt eine notwendige Befunderhebung entweder vor der Diagnosestellung oder zur erforderlichen Überprüfung der Diagnose unterlassen hat. Dies scheidet aber aus, wenn sich nicht verlässlich feststellen lässt, ob Erst- und Zweitdiagnose überhaupt objektiv falsch waren. Kommen nach dem ursprünglichen Beschwerdebild und Ausschöpfung aller diagnostischen Möglichkeiten drei verschiedene Hauterkrankungen ernsthaft in Betracht, beweist das Scheitern der zunächst unter den Verdachtsdiagnosen „dysregulativ-mikrobielles Ekzem“ und „Scabies“ durchgeführten Behandlungen nicht schon deshalb einen Diagnosefehler, weil die letztlich unter der Diagnose „Pityriasis rosea“ weitergeführte Behandlung erfolgreich war (vgl. OLG Koblenz, Beschluss vom 29.02.2012 (5 U 1258/11) – Jurion-ID: 4K1201095).

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