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Keine Befangenheit, wenn Sachverständiger eine Ortsbesichtigung ohne die Parteien durchführt

Das Unterlassen der Benachrichtigung beider Parteien von einer Ortsbesichtigung rechtfertigt nicht die Ablehnung eines Sachverständigen. Auch die Überschreitung eines Gutachterauftrags stellt nur eine Unzulänglichkeit der Begutachtung dar, die allein eine Besorgnis der Befangenheit des Sachverständigen aus der Sicht einer vernünftigen Partei nicht begründen kann. Eine Überschreitung des Gutachterauftrags begründet im Einzelfall die Besorgnis der Befangenheit, wenn damit ein Vorteil für eine der Parteien einhergeht. Das kann z. B. dann der Fall sein, wenn der Sachverständige mit der überschießenden Begutachtung neue Mängel aufdeckt und damit das Geschäft einer der Parteien des Rechtsstreits betreibt oder der Sachverständige die Überschreitung seines Gutachterauftrags vorgenommen hat in der Absicht, einseitig eine der Parteien zu belasten (vgl. OLG Stuttgart, 12.06.2012, 10 W 19/12 )

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