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Keine ärztliche Aufklärungspflicht über allergenen Stoff bei Verwendung einer Nickel enthaltenden Knieendprothese

Auch in der Entscheidung vom 8.05.2012 – Az.: 1 U 1/11 – hat sich das OLG Naumburg mit der Frage eines Aufklärungsfehlers befasst.

In Fällen, in denen ein zusätzliches Risiko durch die Verwendung allergener Stoffe denkbar ist besteht eine Aufklärungspflicht nur dann, wenn ernsthafte Stimmen in der medizinischen Wissenschaft auf bestimmte mit einer Behandlung verbundene Gefahren hinweisen, die nicht lediglich als unbeachtliche Außenseitermeinungen abgetan werden können. Es besteht keine über das Übliche hinausgehende Aufklärungspflicht wegen Verwendung einer Nickel enthaltenden Knieendoprothese, da bis heute nicht nachgewiesen ist, ob es einen Zusammenhang zwischen einer Nickelallergie und der Verwendung von Prothesen gibt, die diesen Stoff enthalten. Es gibt keinen Standard, der im Fall einer Hautallergie gegen Nickel explizit von der Verwendung nickelhaltiger Metallimplantate abrät oder diese gar verbietet. Insoweit liegt kein Behandlungsfehler durch den Einsatz einer solchen Prothese ohne vorherige Durchführung eines Allergietests vor.

 

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