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Kassenärztliche Vereinigung hat unter mehreren Bewerbern für eine frei gewordene Vertragsarztpraxis nach pflichtgemäßen Ermessen zu entscheiden

Ist eine Vertragsarztpraxis freigeworden, so hat die Kassenärztliche Vereinigung unter mehreren Bewerbern, die die ausgeschriebene Praxis als Nachfolger des bisherigen Vertragsarztes fortführen wollen, den Nachfolger nach pflichtgemäßem Ermessen auszuwählen. Mit der Entscheidung des Zulassungsausschusses ist der Bewerber zur Fortführung der Praxis zu verpflichten bzw. ist sie als Praxisnachfolge auszusprechen. Zwar steht es dem Praxisabgeber frei, ob er die Praxis verkauft, dies bedeutet aber nicht, dass er den Praxisnachfolger bestimmen oder aussuchen kann. Diese Entscheidung obliegt allein den Zulassungsinstanzen. Es ist daher nicht der Wille des ausscheidenden Vertragsarztes geschützt, wer Praxisnachfolger werden soll, sondern ausschließlich sein Verwertungsinteresse. Hat dies der Zulassungsausschuss verkannt, so kann ein Ermessensfehler vorliegen (vgl. SG Marburg/Lahn, Beschluss vom 25.11.2011 (S 12 KA 797/11 ER)).

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