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Infektion mit multiresistentem Erreger – wie zum Beispiel MRSA – ist nicht indiziell für mangelhafte Behandlung der Klinik

Die Infektion mit einem multiresistenten Erreger stellt per se kein Indiz für eine mangelhafte Behandlung in einer Klinik dar. Eine Haftung der Klinik für eine Infizierung durch Keime kommt nur in Betracht, wenn die Keimübertragung durch die gebotene hygienische Vorsorge zuverlässig hätte verhindert werden können. Nur wenn feststeht, dass die Infektion aus einem hygienisch beherrschbaren Bereich hervorgegangen ist, hat der Behandelnde für die Folgen der Infektion einzustehen, sofern er sich nicht ausnahmsweise entlasten kann.

Der Umstand, dass sich ein Patient in einem Krankenhaus mit Keimen infizieren kann und dieses Risiko bei einer Vorerkrankung oder dem Vorhandensein von Wunden erhöht ist, ist nicht Gegenstand der besonderen Risikoaufklärung im Rahmen eines stationären Aufenthalts als solcher. Eine räumliche Separierung kommt daher nur bei Patienten in Betracht, die hochgradig infektanfällig sind (vgl.OLG Naumburg, 12.06.2012, 1 U 119/11).

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