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Gynäkologe darf auf Diagnose und Risikoeinschätzung eines als Sonderfachmann zugezogenen Radiologen vertrauen

Eine risikobehaftete invasive diagnostischen Maßnahme (hier: Biopsie der Brustdrüse) setzt neben einem abklärungsbedürftigen Verdacht eine Güterabwägung zwischen der diagnostischen Aussagefähigkeit, den Aufklärungsbedürfnissen und den besonderen Risiken für die Patientin voraus. Ein Gynäkologe darf grundsätzlich darauf vertrauen, dass die Diagnose, die Risikoeinschätzung und die für eine Nachkontrolle veranschlagte Zeitspanne des von ihm als Sonderfachmann zugezogenen Radiologen zutreffen. Der Arzt muss nicht jede Teiluntersuchung, die keinerlei medizinisch relevanten Befund ergeben hat, dokumentieren. Auch muss die Dokumentation nicht aus sich heraus für jeden beliebigen Dritten verständlich und nachvollziehbar sein (vgl. u.a. OLG Koblenz, Beschluss vom 21.11.2011 (5 U 688/11) – Jurion-ID: 4K1181095).

Eine spannende Entscheidung, die zeigt, wie wichtig es sein kann, einen Fachanwalt für Medizinrecht zu betrauen, der die haftungsrechtlichen Fragen beherrscht und entsprechend im Prozess vortragen kann.

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