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Fitness-Studiovertrags-Klausel darf krankheitsbedingtes Kündigungsrecht nicht von unverzüglicher Ausübung und ärztlichem Attest abhängig machen

Eine Klausel in einem Fitness-Studiovertrag, nach der der Kunde zwar zur außerordentlichen Kündigung berechtigt ist, wenn er krankheitsbedingt für die restliche Vertragslaufzeit die Einrichtungen des Centers nicht nutzen kann ist unwirksam, wenn sie für die Wirksamkeit der Klausel an die zusätzlichen Voraussetzungen anknüpft, dass die Kündigung unverzüglich, spätestens binnen zwei Wochen nach Kenntnis des die Kündigung rechtfertigenden Umstands erfolgt und der Kündigungserklärung ein ärztliches Attest beigefügt wird, aus dem sich nachvollziehbar die Erkrankung/gesundheitliche Beeinträchtigung ergibt, die einer Nutzung entgegenstehen soll. Durch die Beschränkung des außerordentlichen Kündigungsrechts auf eine Erkrankung des Kunden sowie die zusätzlichen Anforderungen an die Wirksamkeit der Kündigungserklärung wird das dem Kunden zustehende außerordentliche Kündigungsrecht erheblich eingeschränkt und begründet damit eine unangemessene Benachteiligung (BGH, Urteil vom 08.02.2012 (XII ZR 42/10) – Jurion-ID: 4K871091).

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