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Entscheidung über das „Ob“ einer OP beim minderjährigen Kind kann Eltern im Wesentlichen entzogen sein

Die Freiheit zu einer eigenen Entschließung steht den Eltern eines minderjährigen Kindes, die als gesetzliche Vertreter über seine Behandlung zu entscheiden haben, nicht im gleichen Umfang zu wie einem nur sich selbst verantwortlichen volljährigen Patienten. Eltern müssen ihre Entscheidung in erster Linie am Wohl des Kindes ausrichten. Muss beurteilt werden, wie sie sich verhalten hätten, wenn sie ordnungsgemäß aufgeklärt worden wären, ist deshalb davon auszugehen, dass sie ihre Entscheidung unter verständiger, am Wohl des Kindes orientierter Abwägung getroffen hätten. Liegt eine zwingende Indikation zur Operation vor (hier: wegen Aortenisthmusstenose), kann sich der Entscheidungskonflikt nur auf deren Modalitäten beziehen; die Frage des „Ob“ der Operation ist im Wesentlichen der Entscheidungsfreiheit der Eltern entzogen (vgl. OLG Saarland, Urteil vom 14.12.2011 (1 U 172/05 – 61) – Jurion-ID: 4K2941091).

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