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Eine Frage der Selbstbeteiligung: Fahrt in Flussbett und Bergung des defekten Fahrzeugs aus Gewässer stellt einheitliches Schadensereignis dar

Der sich aus dem Hineinfahren in ein Gewässer und nachfolgender Bergung des Fahrzeugs ergebende Gesamtvorgang stellt bei natürlicher Betrachtung ein einheitliches Schadensereignis dar. Auch wenn man davon ausgeht, dass ein Teil der Unterbodenschäden bereits dadurch entstanden ist, dass das Fahrzeug beim Durchqueren des Gewässers auf einen Felsbrocken und Stein stieß, und der weitere Teil der Schäden bei der Bergung und den dabei geschehenen Anstößen während des Schleppvorgangs durch felsige Hindernisse im Wasser entstanden ist, liegt nur ein Schadenfall vor. Das Vorliegen eines einheitlichen Geschehens wird auch nicht dadurch in Frage gestellt, dass zwischen Einfahren und nachfolgender Bergung ein Tag verstreicht, da der enge räumliche und zeitliche Zusammenhang gewahrt bleibt. Angesichts eines einheitlichen Geschehens ist die Selbstbeteiligung nur einmal abzuziehen (vgl. OLG Hamm, 13.06.2012, 20 U 151/11).

 

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