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Ein weites Feld: Der Aufklärungsmangel als Behandlungsfehler – Die Punktion eines Ganglions am Daumen stellt keine aufklärungsbedürftige Behandlungsalternative zu Exzision dar

Ein Patient muss über verschiedene Behandlungsmethoden nur dann aufgeklärt werden, wenn es mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte und übliche Behandlungsmethoden gibt, die unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen haben, und sie damit echte Wahlmöglichkeiten darstellen

Bei der Frage nach der Gleichwertigkeit verschiedener Behandlungsmethoden ist grundsätzlich auf den möglichen Heilungserfolg als Bezugspunkt abzustellen. Eine vorübergehende Entlastung des Patienten kann im Einzelfall allenfalls dann als aufklärungsbedürftige Alternative in Betracht gezogen werden, wenn diese zwar keine endgültige Heilung bringt, mit dem sonst vorgesehenen operativen Eingriff aber das Risiko einer wesentlichen Verschlechterung der Lebensqualität des Patienten verbunden ist. Die Punktion eines Ganglions am Daumen ist insoweit nicht gleichwertig gegenüber einer Exzision des Ganglions, bei dem eine irreversible Nervenschädigung in Betracht kommen kann (vgl. OLG Naumburg, 15.03.2012, 1 U 83/11)).

 

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