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Arzt muss Patienten bei Behandlung mit nicht allgemein anerkannter Heilmethode über das Für und Wider der Methode aufklären

Die Anwendung einer Außenseitermethode im Sinne einer nicht allgemein anerkannten Heilmethode ist grundsätzlich erlaubt und führt nicht ohne weitere Umstände zu einer Haftung des behandelnden Arztes. Der Arzt ist bei der Wahl der Therapie weitgehend frei und auch nicht stets auf den jeweils sichersten therapeutischen Weg festgelegt, wenn ein höheres Risiko in den besonderen Sachzwängen des konkreten Falls oder in einer günstigeren Heilungsprognose eine sachliche Rechtfertigung findet. Jedoch erfordert die Anwendung einer Außenseitermethode zur Wahrung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten dessen Aufklärung über das Für und Wider dieser Methode. Dazu gehört nicht nur die Information über mögliche Risikoauswirkungen, sondern auch darüber, dass der geplante Eingriff an sich (noch) nicht oder nicht mehr als medizinischer Standard hinsichtlich seiner Wirksamkeit statistisch abgesichert ist (vgl. Urteil des OLG Köln vom 30.05.2012, Az: 5 U 44/06).

 

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