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Mal wieder eine Entscheidung zum Aufklärungsfehler

Einem Patienten steht nach Ansicht des OLG Köln – Beschluss vom 29.02.2012, Aktenzeichen: 5 U 139/11 – nur dann ein Schadensersatzanspruch wegen unterbliebener Aufklärung vor einem ärztlichen Heileingriff zu, wenn er darlegt, dass er sich bei einer weitergehenden Aufklärung in einem ernsthaften Konflikt zu der Frage befunden hätte, ob er sich für oder gegen den Eingriff entscheiden solle.

Nur weil es bei einem Patienten nach einem kosmetischen Eingriff zur Lid- und Gesichtsstraffung zu Wundheilungsstörungen und Nekrosen sowie zu den darauf beruhenden gravierenden Schäden gekommen ist, kann daraus nicht der Schluss gezogen werden, dass dem behandelnden Arzt ein schadensursächlicher Behandlungsfehler unterlaufen ist. Denn Wundheilungsstörungen und Nekrosebildung gehören zu den typischen Komplikationen, zu denen es bei Eingriffen der hier in Rede stehenden Art kommen kann.

Damit bleibt es dabei, dass ein Aufklärungsfehler nach wie vor in der gerichtlichen Praxis schwer nachzuweisen ist, weil das erkennende Gericht von dem bestehenden Entscheidungskonflikt zum Zeitpunkt der Behandlung – und damit nicht erst nach Abschluss derselben – überzeugt sein muss.

 

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